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Die fünf Sinne in Aktion

Die richtigen Gesten zur Verkostung eines Chablis-Weins

Ist der Wein einmal serviert, kann die Verkostung beginnen. Dies ist immer der Moment, in dem sich Objektivität und Subjektivität vermischen. Alle Informationen, die wir zuvor gesammelt haben, bereiten uns auf die Verkostung vor und können unsere Beurteilung beeinflussen.

Die Verkostung spricht unsere fünf Sinne an:

  • Der Tastsinn: Dieser wird im Mund angesprochen. Hier nimmt man die Temperatur, das Volumen und die Säure eines Weines auf taktile Weise wahr.
  • Der Hörsinn: Das Ploppen einer Flasche beim Entkorken, das Gluckern beim Einschenken, das Klingen zweier Gläser beim Anstoßen …
  • Der Sehsinn: Wenn der Wein einmal im Glas ist, nehmen Sie sich Zeit, die Klarheit zu untersuchen und die Weinfarbe zu bewundern. Ihrem Blick bietet sich eine ganze Farbpalette: blassgelb mit grünen Reflexen, weißgold, strohgelb, bernsteinfarben… Es gibt so viele Nuancen. Sie können intensiv, tief oder fein sein. Die Farbe eines Weines gibt bereits Aufschluss über sein Alter.
  • Der Geruchssinn: Im Glas fängt der Wein an, sich auszudrücken. Die ersten Aromen treten bereits zu Tage, bevor das Glas bewegt wird. Halten Sie das Glas ganz ruhig und tauchen Sie Ihre Nase tief hinein. Die zweite Aromenwelle entfaltet sich, wenn Sie das Glas schwenken. Dies kann etwas gefährlich sein und erklärt, warum das Glas nicht zu voll sein sollte! Schwenken die den Wein zwei- oder dreimal im Glas umher und riechen Sie vorsichtig durch kleine aufeinander folgende Atemzüge.
  • Der Geschmackssinn: Wenn der Wein im Mund ist, vermittelt die Attacke den ersten Eindruck über das Gleichgewicht der Geschmacksqualitäten (sauer, süß, bitter und salzig). Bewerten können Sie auch seine Fülle und seine Länge am Gaumen: sehr lang, lang, mittel, kurz …
Broschüre "Die Kunst des Verkostens"