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Glossar

  • AOC : Eine AOC Appellation d’Origine Contrôlée (geschützte Ursprungsbezeichnung) beruht auf der Qualität eines Terroirs, dem typischen Ausdruck einer Rebsorte, auf seit Jahrhunderten angewendeten Anbaupraktiken und dem spezifischen Mikro-Klima eines gegebenen Terroirs.
  • Aroma: Geruchsempfindung, die in der Nase wahrgenommen und identifiziert wird. Auch wenn der Wein im Mund ist, werden die Geruchsmoleküle mit der Nase wahrgenommen, durch „Retroolfaktion“. Im Mund werden nur taktile Empfindungen aufgenommen (Säure, Adstringenz, Salz, Süße, Molligkeit). Die Aromen werden nach ihrem Ursprung unterschieden. Die Primäraromen sind in der Traube vorhanden und typisch für die jeweilige Rebsorte. Die Sekundäraromen entwickeln sich während der alkoholischen Gärung und sind in den jungen Weinen präsent. Die Tertiäraromen entstehen bei Ausbau und Alterung des Weines.
  • Brillant: Dies sagt man über einen Wein, der strahlende, ja sogar kristallklare Reflexe zeigt.
  • Chardonnay: die bekannteste weiße Rebsorte der Welt. Seit mehreren Jahrhunderten wird die aus der Bourgogne stammende Traube im Chablis verwendet, um zumeist trockene Weißweine auszubauen.
  • Enjambeur: Der französische Name für eine Traubenvollernte-Maschine, die über die Rebstöcke hinweg greift (enjamber).
  • Farbe: Bei Weinen gibt es drei große Farbkategorien: rot, weiß und rosé. Jede dieser Farben kann eine Vielzahl von Schattierungen haben.
  • Fein: Charakter eines ausgeglichenen und zarten Qualitätsweins. Der Wein hat eine gewisse Subtilität und Eleganz, im Gegensatz zu einem kraftvollen, körperreichen und fleischigen Wein.
  • Feuillette: Eine lokale Fassgröße, die als Maßeinheit dient. Im Chablis wurden Weintransaktionen lange auf Basis von Feuillettes, Holzfässern mit 132 Litern Fassungsvermögen, gemacht. 
  • Floral: Der Ausdruck wird verwendet, um einen Wein mit blumigen Aromen zu beschreiben.
  • Fruchtig: Ein Wein, dessen aromatischer und geschmacklicher Charakter an den der Weintraube oder einer anderen Frucht erinnert. Diese Früchte können frisch, reif, gekocht, trocken etc. sein.
  • Gold: Wein von der Farbe dieses Edelmetalls, manchmal mit grauen oder grünen Nuancen.
  • Jahrgang: Er bezeichnet das Jahr, in dem die Trauben geerntet wurden, aus denen der Wein gemacht wurde. Der Begriff ist vor allem in der Bourgogne von Bedeutung. Jeder Jahrgang kennzeichnet mehr oder weniger den Stil der Bourgogne-Weine und beeinflusst ihr Lagerpotenzial. Die Jahrgänge 2008 und 2010 haben zum Beispiel sehr typische Chablis-Weine von großer Reinheit hervorgebracht.
  • Kapsel: Kappe, die den Hals einer Weinflasche abdeckt. Es gibt verschiedene Arten. Die Kapsel muss sich leicht mit einem Messer einschneiden lassen und einen Rand lassen, an dem man sich nicht schneidet.
  • Kleid: Dieser Begriff drückt alle visuellen Aspekte eines Weines aus (Farbe und Nuancen, Brillanz, Klarheit und Intensität).
  • Körper: Ein Wein, der Körper hat, besitzt ein schönes Tanningerüst, ausgeglichen durch einen runden und fetten Eindruck im Mund und einen guten Alkoholgehalt. Ein Wein mit Körper wird auch als körperreich bezeichnet.
  • Kristallklar: Ein sehr heller und leuchtender Wein, der perfekt durchsichtig ist und einen Kristallglanz aufweist.
  • Leicht: Im Allgemeinen ein wenig farbintensiver Wein mit niedrigem Alkoholgehalt und zurückhaltenden Tanninen, der jedoch sehr ausgeglichen und angenehm zu trinken ist.
  • Mund: Der Begriff , frz. bouche, bezeichnet die Empfindungen, die wahrgenommen werden, wenn ein Wein bei der Verkostung im Mund ist. Der Ausdruck betrifft die physischen Empfindungen: die Textur des Weines, sein Mundgefühl, seine Dichte, seine Finesse, gegebenenfalls sein Sprudeln … Im Mund werden die Weine auf drei Ebenen analysiert: Attacke, Entwicklung und Abgang. Auch, wenn der Wein schon im Mund ist, nehmen wir durch die Nase die Aromen auf, und zwar durch Retroolfaktion.
  • Nase: Die Gesamtheit der Geruchseigenschaften eines Weins. Man spricht von einer intensiven, reichhaltigen, komplexen, floralen, fruchtigen, animalischen … Nase.
  • Rebsorte: Rebpflanzensorte der Familie Vitis. Die meisten der weltweit zur Weinproduktion angebauten Sorten gehören zur Familie der Vitis vinifera.
  • Rund: Ein eher fleischiger, fetter, weicher Wein ohne kantige Tannine. Ein runder Wein streichelt den Gaumen. Ein ausgewogener geschmeidiger Wein.
  • Stoffig: Dies sagt man über einen Wein, der an einen schönen und edlen Stoff erinnert. Dann hat er einen starken Charakter, ist vollmundig, körperreich und füllig und hat genügend Alterungspotenzial.
  • Terroir: In der Welt des Weinbaus umfasst das Terroir alle natürlichen Elemente (geografische, geologische, bodenkundliche, pflanzliche, klimatische …), die in Kombination mit menschlichen Einflüssen ein typisches und spezifisches Produkt ergeben, das nirgendwo anders hergestellt werden könnte.
  • Volumen im Mund: Ein Wein hat Volumen, wenn er den Mund mit all seinen Aromen und seiner Struktur ausfüllt.