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Eine einzige Rebsorte, der Chardonnay

Einzigartige Weine aus einem einzigartigen Terroir: Die Chablis-Weine werden nur aus einer einzigen Rebsorte hergestellt, dem Chardonnay. Er ist auf der ganzen Welt bekannt, doch nur hier im Chablis hat er diesen besonderen Charakter. Seine Reinheit und Aromatik erhält er aus dem Boden.

Die Chablis-Weine zeichnen sich durch ihre jodhaltigen Aromen, ihre Reinheit und ihre Brillanz aus. In der Nase zeigen sie florale und Zitrusnoten, aber auch Aromen von weißfleischigen Früchten. Ihre Mineralität erhalten sie aus den Kalkböden ihres Terroirs. Ihre Varianten sind fast unendlich: Am Gaumen können sie gehaltvoll sein (man spricht auch von fett), vertikal, salzig, weich und geradlinig. Diese Nuancen variieren je nach Appellation.

Rosemary George, eine englische Weinautorin, schreibt dazu: „Chablis is Chardonnay but not every Chardonnay is Chablis“ – Chablis ist Chardonnay, aber nicht jeder Chardonnay ist Chablis.

  • Eine Burgunder Rebsorte

Der Chardonnay kommt aus der Bourgogne, in Chablis wurde er früher auch „Beaunois“ genannt. Er liebt aber das Reisen, so dass man ihn heute in allen Teilen der Welt findet.

Ampelographen (Rebsortenforscher) haben seine Herkunft erforscht und dabei den Chardonnay der Familie der „Noiriens“ zugeordnet, zu der auch die Pinots – Noir, Gris und Blanc – sowie Melon, Gamay und Aligoté gehören. An der Universität von Davis in Kalifornien haben die Forscher die Eltern dieser Familie gefunden: Wahrscheinlich waren es Pinot Noir und Gouais. Letztere ist heute eher verschrien und nicht für die Qualität ihres Saftes bekannt. Man findet sie in Frankreich heute fast nur noch in „Conservatoires“, in denen aussterbende Rebsorten geschützt werden. Was mal wieder beweist, dass die Genetik ihre eigenen Geheimnisse hat…

Die Rebsorte Chardonnay erkennt man an ihren Blättern. Eine Besonderheit ist, dass diese im Allgemeinen voll oder leicht gelappt sind und am Stielansatz durch zwei Blattnerven begrenzt sind, die normalerweise nackt im direkten Kontakt nach außen stehen.

Der Chardonnay liebt magere und kalkhaltige Böden und fühlt sich daher im Chablis sehr wohl. Er ist eine frühreife Sorte, die manchmal bereits austreibt, wenn noch Frostgefahr besteht. Er verträgt keinen Frost im Frühjahr, der jedoch im Chablis durchaus üblich ist. Daher macht er sich in manchen Jahren sehr rar.