• An einen Freund senden
  • Drucken

Côte de Cuissy

Die Chablis-Appellationen - Chablis Premier Cru Côte de Cuissy

Chablis Premier Cru am linken Serein-Ufer.

„Cuissy“ ist der frühere Name eines kleiner Weilers, der heute nicht mehr existiert. Er lag in der Talmulde zwischen den Dörfern Préhy und Courgis und gab auch dem Hügel auf der Seite von Courgis seinen Namen.
„Cuissy“ könnte aber auch vom Namen einer Person namens „Cuisiacus“ herrühren.

  

Côte de Fontenay

Die Chablis-Appellationen - Chablis Premier Cru Côte de Fontenay

Chablis Premier Cru am rechten Serein-Ufer.

Der Name „côte de Fontenay“ kommt von Fontenay-prés-Chablis, einem Dorf mit vielen Quellen. Diese speisten einen Weiher, in dessen Nähe Mühle stand, die dem Seigneur de Fontenay gehörte. 

  

 

Côte de Jouan

Die Chablis-Appellationen - Chablis Premier Cru Côte de Jouan

Chablis Premier Cru am linken Serein-Ufer. Haupt-Climat.

„Jouan“ kommt vom gallischen Wort JURIS –  waldiger Ort auf der Höhe –, oder vom lateinischen JUGUM – Gipfel oder ziemlich hoher Hügel. Dies entspricht der lokalen Topographie.
Eine andere Deutungsmöglichkeit gibt der Vorname „Jean“, denn so hieß einer der Besitzer dieses Terrains. Daraus könnte „Jehan“, „Juan“, „Jouane“ und schließlich „Jouan“ geworden sein. Der Name hieße demnach „Jeans Hang“.
Vielleicht kam ein Jean aus Südfrankreich nach Courgis. Auf einem Plan von 1788 existierte dieser Lieu-dit noch nicht. Er könnte damals 1830 „La Cotte“ bekannt als „Chiens Martin“ geheißen haben, aber auch „Côte de l’Etang“. Im Napoleonischen Kartaster, das 1830 eingerichtet wurde, ist die „Côte de Jouan“ nicht verzeichnet, dafür jedoch der Flurname „Goulot de Jouan“. Er lag auf der anderen Seite des Pfades in der Verlängerung des Hangs. Man könnte vermuten, dass dieser „Goulot de Jouan“ später zum Namen „Côte de Jouan“ führte, denn beide waren nur durch einen Weg getrennt. 

  

Côte de Léchet

Die Chablis-Appellationen - Chablis Premier Cru Côte de Léchet

Chablis Premier Cru am linken Serein-Ufer. Haupt-Climat.

Dieses Climat wurde schon vor sehr langer Zeit gerodet und mit Reben bepflanzt. Der Name wurde früher „Côte de l’Chet“ ausgesprochen. 1429 findet man den Ausdruck „En Léché“, daraus wurde nach Aussagen von Landvermessern und Notaren über die Jahrhunderte „la cheë“, „léché“, „le ché“ und wurde 1610 durch den Namen „grandes côtes de Milly“ ersetzt. Vielleicht gibt es hier eine Verbindung zum Wort „lâcher“ vom Lateinischen LAXICARE, LAXARE, im Sinne von aufgeben, verlassen. Wurde dieser Hang vielleicht also für eine gewisse Zeit aufgegeben? Eine Lage in der Gemeinde Chichée heißt „Côte Lâche“, was die Vermutung bestätigen würde.
Aber „Côte de Léchet“ könnte auch seinen Ursprung im Wort „laîche“ vom prelateinschen LISCA haben, dem Namen einer Pflanze, die an feuchten Orten wuchs. Die Talmulde hätte dann also dem Hang seinen Namen gegeben.
Eine andere Hypothese: Im Altfranzösischen bedeutet das Wort „lèche“ eine dünne Scheibe Brot, aus dem später „lichette“ – Stückchen – wurde. In einigen Jahren brachten die Weinberge nach Frost, Rebschnitt, Hagel oder Schädlingen so wenig Ertrag, dass kein Stückchen mehr an diesen Hängen blieb.  

  

Côte de Savant

Die Chablis-Appellationen - Chablis Premier Cru Côte de Savant

Chablis Premier Cru am linken Serein-Ufer.

Der Name „Savant“ leitet sich wahrscheinlich vom Wort „savée“ ab, das eine Hecke oder einen Waldstreifen bezeichnete. Das entspräche dem bewaldeten Felsvorsprung oben auf dem Hang. 

  

Côte de Vaubarousse

Die Chablis-Appellationen - Chablis Premier Cru Côte de Vaubarousse

Chablis Premier Cru am rechten Serein-Ufer. Haupt-Climat.

Zwei Ursprünge sind möglich, zu einem von der Erosion, die roten tonhaltigen Lehm von den benachbarten, Eisennoxyd-haltigen Plateaus, den so genannten „terres rousses“ (roten Böden), an den Fuß der Lage geschwemmt haben. Die andere Hypothese: Der Fuß dieser Lage ist für seine Fröste bekannt. Nach einem starken Frost könnten die Zeitgenossen gesagt haben, dass die unteren (bas) Weinberge „roussies“ (verbrannt) wären, was das Wort basroussis ergäbe.