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Das passiert zurzeit in der Weinregion...

Der Frühling in den Weinbergen

Nach dem Winter ist der Rebstock bereit für einen neuen Vegetationszyklus. Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen steigen und der Rebstock fängt an zu weinen: Tränen aus Pflanzensaft treten aus den Wunden aus, die beim Schnitt im Winter entstanden sind. Die Vegetation kommt wieder in Schwung.


Die Knospen treten – je nach klimatischen Bedingungen – Ende März oder Anfang April aus ihren braunen Häutchen aus. Sie sind dann schutzlos, so dass die Frühlingsfröste sie abtöten können. Das ist im Chablis ein großes Risiko. Die Winzer sind erst dann beruhigt, wenn die Frostperiode vorüber ist – und zwar nach den berühmten Eisheiligen Mamertus, Pankratius und Servatius, die am 11., 12. und 13. Mai gefeiert werden.

März, April und Mai sind auch die Monate, in denen neue Reben gepflanzt werden.

Nach dem Austreiben zeigen die Knospen eine grüne Spitze. Dann treten die Blätter heraus und ordnen sich rosettenförmig an. Und schließlich fallen sie ab und die späteren Trauben erscheinen. Jetzt dauert es nicht mehr lang bis zur Blütezeit.
Von Ende Mai bis Juli ist die Arbeit im Weinberg besonders wichtig. Die nicht fruchtenden Weinranken müssen entfernt werden. Diese Triebe tragen selbst keine Früchte, können aber die Reifung der ertragreichen Triebe behindern. Diesen Vorgang nennt man „épamprage“. Mehrere Tätigkeiten schwächen das schnelle Wachstum der Reben ab: Die Triebe müssen mit Pfählen gestützt, hochgebunden, beschnitten werden … Beim Beschneiden wird der oberste Teil des Triebes gekappt, um so die Besonnung und Belüftung der Trauben zu verbessern. Das zusätzliche Entlauben sorgt dafür, dass die Beeren besser der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Dies alles wir getan, damit die Früchte dieses Rebstocks die gewünschte optimale Qualität erlangen. Denn um einen guten Wein zu machen, braucht man zuerst eine gute Traube!

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